Gestern aufgestanden, drei Scheiben grobes Brot mit Wurst und Käse gefrühstück, Norweger-Pulli und Gummistiefel, eine dicke Ration Holz für die Öfen und dann der Sonne entgegen.
Traumhafter Tag, alle Wetter zwischen Schneeregen, Sturm und kaltklarer Sonne.
Den Wildwechseln folgend durch den Wald, von Lichtung zu Lichtung, Stunden später Rast auf einer Anhöhe, das Gegrummel meines Bauches über fehlende Verpflegung weggelacht und in der Sonne gelegen. So viele Raben im Wald.
Nach 20 Kilometern wieder zu Hause, eine Postkarte geschrieben, draussen die Welt in Brand.
Die Dämmerung lässt sich Zeit, überall hin, nur nicht nach Hause, nur nicht weg aus diesem Abend. Mit 50 über einsame Straßen, traumhafte Landschaft, das Parkplatzgefühl kehrt zurück, Zugehörigkeit mischt sich mit der Liebe zur Landschaft. Der Mond kaum aufgegangen, so voll und hell, beim dritten Mal am Kreisel gewinnt die Nacht. Gen Heimat, ohne Scheinwerfer durch den Wald, geflutet von Mondlicht.
Zu Hause Gemüseauflauf mit Mehlschwitze, putze die Küche, mit Jacke und Buch auf dem Sofa, die vernachlässigten Öfen geben ihr Bestes. Blaues Licht zieht mich erneut in die Kälte, Langzeitbelichtungen bei minus sieben Grad, Glücksgefühle halten warm, Zwiegespräche mit einer Eule, in Sternenbetrachung versunken verschwinde ich fast, wachse zurück wie ein Seestern, wunderbarer Tag.
Posted by Patrick at 24.01.08 01:07dino und ich vermissen deine Nachtwanderungen so sehr.
it will grow back..like a starfish
Posted by: alicetragedy at 24.01.08 01:59