paddy hat sich dann noch einmal schlafen gelegt, während ich etwas surfte. mit paul habe ich dann fußball geschaut, das langweilige 0:0. eigentlich war ich recht müde gewesen, doch wollte ich stephisto noch sehen und so haben sich paddy und ich noch auf den langen weg nach kreuzberg gemacht, in die bar, in der stephisto arbeitet(e). es war ein längerer fußmarsch, doch war eigentlich alles ein langer fußmarsch, durch die konsequenz keine öffentlichen verkehrsmittel zu benutzen.
wir blieben dann lange in der bar, was mir viel spaß bereitete, auch stephisto zu sehen. am ende gingen wir dann so, dass wir unter dem blutmond wandern konnten. doch leider war der himmel behangen und so konnten wir ihn nicht sehen. dies war sehr schade. zu hause dann ab auf die couch und gute nacht.
nach einigen stunden schlaf wieder ein frühstück. paddy verabschiedete sich dann, da er noch eininge leute treffen wollte. ich fand dies nicht ganz so toll... naja. ich will all meine freunde nur für mich haben. ;) ich habe mich dann noch einmal zum schlafen gelegt und danach die zeit im internet verbracht. irgendwann raffte ich mich dann auf und ging alleine in die stadt. es war später nachmittag und so war keine zeit mehr für das naturkundemuseum. nun habe ich mich dann doch gefreut, dass ich zeit für mich alleine hatte. staunend bin ich nun durch die nebenstraßen gegangen und habe alles in mich eingesogen. die eindrücke, die gerüche und den ganzen rest. u-bahnen riechen übrigens in jeder stadt gleich. nicht, dass ich mit einer gefahren wäre. aber der geruch strömte nur so aus den bahnhöfen und dies hunderte von meter weit.
ich war dann noch augenkaufen und habe mir letztlich auch die jacke gekauft, die wir die tage zuvor gesehen hatten. ich versuchte mich zuerst an der größe xl und endete schließlich bei der größe s. dies hat einige zeit in anspruch genommen, was die frage einer der verkäuferinnen aufwarf, ob sie mir helfen könne und wie ich die jacke fände. "alles klar bei mir, ich bräuchte nur einen anderen körper.", antwortete ich ihr. "wieso? sieht doch ganz aus. und nicht immer so hart zu sich selbst sein." es gab noch ein anderes modell, welches mir besser gefallen hätte, doch war jenes nicht in meiner größe da.
einen donut musste ich auch noch essen und habe eigentlich alles abgeklappert, was paddy und ich zuvor gesehen hatten und zum nochmaligen besuch vorgemerkt war.
ich mochte es, so alleine durch den abend zu gehen. manchmal dachte ich dabei aber auch, dass ich diese erlebnisse gerne teilen würde. aber nicht mit paddy. ;) dennoch, war es ein sehr schöner tag.
spät am abend setzten wir uns alle noch einmal zusammen. paddy und stephisto kochten, ich aß. ;) und gegen 02:00 machten wir uns dann auf den heimweg. ich schlief die ersten paar stunden mehr oder weniger, danach tauschten wir. in mannheim dann einen gedankenfehler erkannt und 70 euro für das parkhaus bezahlt. die einzige sache, die mich wirklich ärgerte. auf billigem weg paddy unterstützt, indem ich bemüht war einen halbwegs vollen tank zu hinterlassen. dafür war seine heimfahrt wohl länger, als sie hätte sein müssen. aber wir waren wohl beide zu erschöpft. speyer ist wohl erst nach der ausfahrt ausgeschildert, die er hätte nehmen müssen und als ich ihn dann lotsen wollte, folgte er mir nicht. so war mein umweg durch die stadt dann auch vergebens.
den mittag habe ich dann verschlafen und nun bin ich bereit für neue schandtaten.
da ich von paddy noch viel zeit haben werde, denke ich, sage ich an dieser stelle, dass es schön war stephisto nach so vielen jahren mal wieder gesehen zu haben. und ich werde mich bemühen ihn noch einmal besuchen zu gehen, dieses jahr.
überhaupt... es war keine eingewöhnungszeit von nöten, was mich sehr überrascht hat.
und als erinnerung an die heimfahrt höre ich nun noch ein wenig finntroll. ahoi!
doch einmal danach geschaut, nachdem ich zwei grüße bei lena und nicole hinterlassen hatte.unzählige mit dem namen... foto gesehen... das herz schlägt schneller. *tumdidum* ich muss die augen weglassen.
heute morgen, nach der nacht auf der couch, wieder ein gemeinsames frühstück. (achso, ich mag den macbook) stephisto hat einen sehr leckeren fruchtsalat / ein sehr leckeres fruchtmüsli / einen sehr leckeren früchtequark / einen sehr leckeren früchtejoghurt gemacht. wir haben schon, ich denke einmal, eine stunde und mehr gefrühstückt. aber zunächst zurück in der zeit. die küche am abend zuvor war anscheinend voller leute, die in speyer zur schule gingen. geschichte wurden ausgetauscht und ein wenig bier konsumiert. war ein guter abend gewesen dies. und heute besuchten paddy und ich das deutsche technikmuseum. ein für mich spannendes exponat war der abgedeckte-reichsbahn-güterwaggon. als ich in dem halbzerfallenen inneren stand überkam mich ein beklemmendes gefühl. zu wissen, dass ca. 100 personen in diesen waggons auf einmal den weg in die todesmaschinerie der deutschen faschisten... hmpf! irgendwann, im neubau, verloren paddy und ich uns dann aus den augen, da ich mehr als eine halbe stunde filme zum u-boot-krieg im zweiten weltkrieg geschaut habe.
als fazit muss ich sagen, dass auch dieses museum mich nicht sonderlich begeistert hat. etliche exponate waren zur zeit ausgeliehen oder gerade in der restauration. eine auffällige anzahl von mitmachobjekten oder abspielstationen waren gerade nicht in betrieb. und es gab zwar viele themen, doch sind diese mehr oder weniger nur oberflächlich behandelt. mal abgesehen von der ausstellung über die geschichte der eisenbahn. was nun die flugmaschinen und so betrifft... da ist wohl das technik-museum in sinsheim unschlagbar. dies gilt es mit meffle noch zu besuchen. dieses jahr? ;)
wir waren mehr als fünf stunden in diesem museum gewesen und es war schon sehr anstrengend. mal schauen, was wir heute abend noch machen. und dann der mond.
danke tom! sein tschiboticket ermöglichte mir eine preisgünstige und bequeme fahrt nach berlin im ice. es gab nur ungefähr zwei stunden, die weniger gut waren. ich saß in einem sechserabteil und irgendwann saén auch sechs personen darin. nunja. für sechs personen ist schon platz, aber leider nicht auch für deren gepäck. so waren diese zwei stunden stickig, warm und eng.
in berlin angekommen fand paddy mich auch ziemlich schnell auf dem bahngleis. wir gingen zu einer rolltreppe und dann war ich erst einmal totalst fasziniert von dem bahnhof. ich befand mich, glaube ich, auf der obersten ebene, und schaute nun in die große halle, die sich vor mir ausbreitete und gleichzeitig sah ich in die tiefe mehrerer ebenen. ich mag solche sachen. ein schöner und imposanter bahnhof. aber genug davon geschwärmt. ...habe ich schon von den unzähligen gläsernen und runden fahrstühlen in diesem bahnhof erzählt?
stephisto wartete bereits vor dem bahnhof in paddys wagen. wir fuhren noch in den rewe, durch das nächtliche berlin, und kauften chips und bier. stephisto wohnt in einer schönen wg, mit einem weiteren schulkollegen zusammen und einer dritten person, die ich bis jetzt noch nicht gesehen habe.
wir schauten die montagsfußballpartie im fernsehen bei bier und gin-tonic. anschließend gab es noch eine kleine runde poker mit stephisto und paul, bei der ich ganze 50 cent gewonnen hatte. es gab bestellpizza und da es hier einen tischfußball gibt natürlich auch die ein oder andere partie tischfußball.
es war bereits spät. stephisto ist auf der couch vor dem fernseher eingeschlafen und so gingen wir alle zu bett. ich deckte ihn noch zu. paddy und ich lagen zusammen im bett und das interessante daran war, dass die höhe des bettes genau mit der unteren kante des fensters abschloss. so erzählten wir noch einige zeit. es waren sehr interessante gespräche. und irgendwann schliefen wir dann auch endlich ein.
m nächsten morgen, als wir alle aufgestanden waren und ich meine digicam, die ich am abend noch neben das bett gestellt hatte, ausgepackt hatte, frühstückten wir gemeinsam bei frischem brot und der aktuellen ausgabe der sz. ich hatte ein frisches brot geholt, beim bäcker genau auf der anderen straßenseite. obwohl davon wiederum, in anderer richtung, gegenüber ein besetztes haus steht und die bäckerei noch bis spät in die nacht bier verkauft, haben mich die leute komisch angeschaut, nur weil ich im schlafanzug und offenen schnürschuhen brot einkaufte. das frühstück habe ich sehr genossen.
paddy und ich haben uns dann am nachmittag auf den weg in die stadt gemacht. auf öffentiche verkehrsmittel hatten wir beide keine so rechte lust. also haben wir alles zu fuß gemacht. wir waren also wandern, mehr oder weniger. ;)
kulturell waren wir an diesem tag lediglich im alten bahnhof und im tacheles. ersteres war bis auf zwei installationen sehr schwach und letzteres war sehr... marktwirtschaftlich. aber die wanderungen, das erzählen und das schauen waren sehr gut, sehr wetvoll. leider sind viele eindrücke und gedanken schon wieder verblasst. naja, so ist das leben. auch wenn es heute sehr feucht war, das wetter, und kalt... es machte nichts aus. es war schön herumzulaufen und die stadt in sich aufzusaugen. und nun, werde ich mir noch ein kindl genehmigen.
die liste unerledigter dinge wird größer und größer und größer. dies gefällt mir gar nicht. unter anderem eine antwort an aurora. vielleicht sind die prioritäten in diesem fall unterschwellig weise gewählt, oder ich sollte mir mal wieder mehr mühe geben, was meine zwischenmenschlichen beziehungen betrifft. meffle hat sich gestern ja bereits auch beschwert! ;)
und gleich, später geht es ab zum bahnhof und wenn ich ganz viel glück habe finde ich einen kostenfreien parkplatz für mein auto und wenn ich noch mehr glück habe, dann ist meine digicam bereits hier und ich kann sie abholen. juchje.
berlin, du alte reichshauptstadt, ich komme.
ich wollte gestern in der stadt noch einiges erledigen. doch ich konnte meinen geldbeutel nicht finden. zu hause einmal halbwegs gründlich geschaut. da ich sehr müde am sonntag gewesen bin konnt ich mich nicht daran erinnern, ob ich ihn mitnahm, oder wo ich ihn abgelegt hatte.
da ich ihn zu hause nicht fand fuhr ich sehr früh in die bepo, stellte das zimmer auf den kopf und räumte es auf. doch dort war er auch nicht. als wir dann aus dem nachteinsatz kamen schaute ich mit der taschenlampe noch einmal in das fahrzeug, welches ich nach münchen gefahren hatte. dort fand ich zwar einen geldbeutel, aber nicht meinen. also müsste ich zu hause noch einmal die bude auf den kopf stellen.
bevor ich aber wieder nach hause fahren konnte, musste ich die scheiben freikratzen. als ich im auto nach dem eiskratzer schaute, fand ich meinen geldbeutel, obwohl ich im auto schon nachgesehen hatte. dafür fand ich den eiskratzer nicht.
als wir zum essen anstanden sprachen wir über dieses und jenes. da wir uns im katholischen bayern befanden kam das gespräch auch irgendwann darauf. da fragte uns eine dame aus unserem schifferstadt, welchem glauben wir angehören würden. jochen sagte dann, dass er katholisch sei. woraufhin sie dann entgegnete: "ah, also dann bringt dir das neue testament wohl nicht viel." stirnrunzeln meinerseits. "na, damit haben die katholiken doch nichts zu tun. nur das alte testament."
da sind mir dann erst einmal die fußnägel eingeschlafen und ich habe ohne viel worte das gespräch abgebrochen.
oh mann! habe ich den arsch beim skat versohlt bekommen. und wie in baden-würtemberg laufen auch in bayern die uhren bei der polizei anders. die kollegen werden optimalst versorgt. der kühlschrank bei uns in schifferstadt läuft nun ob der unmenge mitgebrachter getränkeflaschen schier über. unwahrscheinlich viele verpflegungsbeutel gab es da. die getränke hätte ich nicht einmal getrunken, wenn ich normal trinken würde, was ich im einsatz ja nicht einmal mache, wegen der sache mit der toilette. ;) gemästet komme ich nun zurück.
gerade ist es 02:48 uhr und ich bin absolut ausgeschlafen. als ich nach hause kam wollte ich mich nur kurz hinlegen. nun war ich mehr als acht stunden im bett gewesen und warte gerade darauf, dass ich wieder einschlafen kann. dabei hatte ich einen erschreckenden traum gehabt. erschreckend, weil es noch kein alp(b)traum war, aber gewiss auch kein wirklich guter traum, oder zumindest neutraler traum. aber he, so ist es eben. hauptsache geschlafen.
unser posten befand sich an der maximiliansstraße in münchen, die "promenade" der reichen. designerläden so weit das auge reicht, die teuersten autos der welt und massenhafte frauen mit lollipopfigur. gesprächsfetzen, die ich von den passanten aufschnappen musste ließen mich oft nur mit dem kopf schütteln. spät am abend musste ich mir einen dieser bürger zu brust nehmen, da er sich nicht an die polizeiliche weiungen hielt. ein schnösel, wie es im buche steht. wenn ich, wie der andere kollege, gehört hätte, wie er über uns sagte, dass wir ja wie die ss seien... da wäre ich mal laut geworden.
ansonsten war es sehr anstrengend und nachdem die sachen unter der schutzweste feucht geworden waren auch schleichend sehr kühl. am zweiten abend habe ich dann lediglich ein gutenachtbier getrunken und bin dann sofort eingeschlafen. schließlich war ich zu diesem zeitpunkt auch schon 18 stunden am stück im einsatz gewesen, wobei lediglich die zweite hälfte richtig anstrengend war.
und die aufgabe für diese woche wird das bewachen der brandruine in ludwigshafen sein. juchje!
;) seit dem telefonat am fr/sa mit paddy denken wohl eininge, ich hätte eine homoerotische ader. ;)
eine kleine sache zum thema mainz und rosenmontag. ich bekam dort gesagt, dass ich mit meinen 28 jahren zu jung für sie sei, um sex mit hier haben zu können. ;) mein lieber schorli! betrunkene frauen können manchmal sehr witzig sein. ob dies an der uniform liegt?
meine schramme und leichte schwellung am rechten auge ist noch nicht ganz vorbei. dies ist ein überbleibsel vom rosenmontagsumzug in mainz. ich schaute gerade nach oben zum dem vorbeifahrenden wagen, als sie eine ladung süßigkeiten nach unten warfen. dabei traf mich ein marsriegel sehr unglücklich. warum kann nicht jeder wagen mir popkorn werfen?
in mainz sind die kinder ohnehin sehr verwöhnt. was in ludwigshafen begierig aufgelesen wurde, wurde in mainz irgendwann einfach liegengelassen und zertreten. wohlstandskinder eben. ;)
mir ist da noch eine unglaubliche und verstörende anekdote zu letztem sonntag eingefallen. nachdem der zug zu ende und wir an die kreuzzung liefen, also bevor der brand ausbrach, hatte ich ein starkes deja vu. vielmehr die erinnerung eines traumes. leider steht dieser nicht im traumtagebuch, da ich in der zweiten hälfte des letzten jahres dieses nicht weitergeführt habe. jedenfalls war dieses deja vu sehr heftig. einige dinge konnte ich in gedanken vorher sagen, aber vieles blieb auch lückenhaft. ich wusste aber, dass dieser traum kein gutes ende nahm. ich wollte auch bereits scherzhaft zu meiner gruppe sagen, dass bald menschen sterben werden und ihnen sagen, dass mir dies alles aus einem traum bekannt vorkommen würde. ... es wäre sehr gespenstisch gewesen, wenn ich dies gesagt hätte, am nächsten tag. der grund weshalb ich dies nicht sagte war, dass ich die neuen nicht gleich mit meinem hirn überfordern wollte. ;) ;( wow!
ansonsten stimmen viele dinge nicht. in der presse, bei den menschen, in der politik und dadurch auch bei der polizeiführung. ich kann nur den kopf schütteln. habe mich gestern mit göbel darüber ausgetauscht und man muss sich dabei an den kopf fassen. anders kann ich dies nicht sagen. und nicht nur über den sachverhalt, dass ein türkischstämmiger mensch nachts einen der feuerwehrmenschen erkennt, die bei dem einsatz dabei waren, ihn mit vorhaltungen zudeckt und im späteren verlauf so verletzt, dass er im krankenhaus behandelt werden muss. ein opfer aufstachelnder (auslands-)medien?
naja. heute einen weiteren einsatz an diesem haus und am wochenende geht es nach münchen zur sicherheitskonferenz. juchje!
über ein monat ist bereits seit meinem letzten eintrag vorbei. ich bin sehr lustlos. ;) und vielleicht auch nicht ganz so zufrieden mit mir selbst und meiner lebensführung. dies muss sich ändern, irgendwie.
mein auto muss diesen monat zum tüv. ich bin einmal gespannt, ob ich ihn... es noch einmal darüber bekomme. der motor zumindest ist noch fit für einige 1000 km, denke. ob es auch noch nach berlin kommt? da muss man mal schauen.
paddy musste ich heute mittag abwürfen... es war schon früher abend. nachdem ich gestern nacht elf stunden geschlagen hatte habe ich mich am mittag noch einmal für einige stunden hingelegt und auch heute abend werde ich wohl nicht mehr sonderlich alt werden.
ich hatte gerade mit göbel telefoniert, über die einsätze, die am wochenende waren. am sonntag waren wir, waren ich, bei dem schweren mietshausbrand in ludwigshafen dabei. der umzug in ludwigshafen war kaum vorbei, wir warteten eigentlich nur noch auf die besenwagen, um die straße wieder dem verkehr zu übergeben, bevor wir wieder nach hause in die bepo gefahren wären, da wurde es ungemütlich. meine gruppe und ich waren in der ludwigsstraße. es war der erste einsatz für die neuen und lediglich die gruppen- und halbgruppenführer, also der mannschaften, waren erfahrenere kräfte. da bei mir in der halbgruppe auch der gruppenführer, war ich quasi halbgruppenführer und hatte damit auch ein sprechfunkgerät. die schreie im hinterrund der ersten funksprüche kommen zwar nicht immer wieder, aber sind irgendwie im hintergrund noch da. wenn ich mich daran erinnern wollte, könnte ich dies vieleicht sogar. es ging schon unter die haut. im laufschritt und unter den anfeuerungsrufen der menschen, die noch vor einiger zeit dem umzug beiwohnten, ging es dann zum ereignisort. unterwegs überholten wir zwei feuerwehrleute, die wohl ebenfalls zur sicherung des zuges eingesetzt waren, aber keinen funk hatten. im vorbeigehen sagten wir dann, dass sie mitkommen sollten, da es brennen würde. einer von ihnen ließ sofort sein brötchen fallen und sie spurteten sich dann ebenfalls. keine ahnung wie weit der weg war. 500, 600 meter? dann noch um die ecke und wir sahen am ende der straße das haus, welches immer schneller und vollkommener in rauch gehüllt wurde. ich kannte den straßenzug aus einem früheren praktikum, war auch in einem der häuser schon gewesen, als tatort eines einbruchs. daher wusste ich, dass die häuser innen mit viel holz verbaut waren, vielleicht auch mit dem üblichen stroh in den zwischendecken.
wir sahen die menschen auf den balkonen, eingehüllt in dichtem rauch, stehen und schreien. zumindest auf dem unteren balkon, denn der obere war von unserer seite aus gesehen bereits komplett in rauch gehüllt.
die straße war voller schaulistiger. viele von ihnen fotografierten mit ihren mobiltelefonen oder erstellten videos. unser auftrag war, die leute bis zur nächsten kreuzung zurückzuschieben und die straße für weitere rettungsfahrzeuge freizumachen und freizuhalten. manche hätte man wegprügeln müssen. abscheulich, diese schaulistigen. und auch nachdem wir die leute zurückgeschoben hatten, vielleicht 60, 70 meter, war es immer noch erschreckend, wie manche sich verhielten. immer wieder traten leute auf die straße, um besser sehen zu können. unabhängig davon, ob rettungswagen die straße hinauffuhren. menschen nerven!
ich hatte dann eininge sonderaufträge zu tun, da mich die führung mit namen kannte und ich zu den erfahreneren gehörte. daher habe ich meine halbgruppe oft alleine lassen müssen, alleine gelasst. diese wurden dann von anderen übernommen.
da ich so auch mit kollegen aus anderen gruppen und organisationen zusammenkam, wusste ich oft mehr, hatte viel mehr eindrücke und situationen mitbekommen.
es ist eine sehr seltsame sache. irgendwie funktionierte ich wie ein uhrwerk, welches seine arbeit präzise ausführte. ich konnte mir kaum gedanken über dieses unglück machen, nicht wirklich etwas fühlen. nur, wenn es gerade etwas ruhiger wurde. z.b. als ich zwei aufgelöste frauen bei mir an der polizeikette hatte. einer ihrere männer sei in dem cafe gewesen. ich notierte mir also die identität und erreichbarkeit, gab meldung und lief zur turnhalle, der sammelstelle für die verletzten. als ich dann darauf wartete, bis die daten abgeglichen waren traf ich einen kollegen aus mainz, der mich im praktikum vier unterrichtete. er war einer der kollegen, die die leute aufgefangen hatte. er sah nicht gut aus, mehr geschockt als normal. dies macht mich dann auch betroffen.
und so ging es die ganze zeit über. aber dies kennt man ja auch aus der theorie: bei unglücksfällen braucht das gehirn arbeit, sonst arbeitet das gehirn mit dem unglück.
ich war also springer. ich sprach dann noch mit zwei weiteren kollegen aus meinem zug, die im abschnitt des fastnachtsumzuges näher am ereignisort waren. auch diese beiden waren an der rettungsaktion direkt beteiligt, bzw. waren am haus, als es menschen regnete. brutal! die mainzer müssen wohl diesen abschnitt unmittelbar gehabt haben. tobi, ein guter kollege, da er in meiner lehrgruppe war, war bei der evakuierung dabei. naja, zumindest was das cafe betrifft, denn als sie in das wohnhaus wollten schlugen ihnen bereits die flammen entgegen.
sehr schlimm war auch, wie leider in den nachrichten gezeigt, die übergabe des einen kindes vom balkon auf die feuerwehrleiter. ich sah dies von unserem auftragsort aus und wir dachten alle, dass dieses kind tot sei.
für die neuen war es wohl ein ganz besonderer tag. besonders in dieser hinsicht... ich glaube, ich zitiere da am besten: "ihr habt bei eurem ersten einsatz bereits mehr gesehen, als die meisten kollegen in zehn jahren." und besonders ist hier auf keinen fall positiv besetzt.
ich musste dann am montag feststellen, dass mich dies zumindest in der zeitlichen unmittelbarkeit verändert hat. mich haben die menschen, die schaulistigen, wirklich derb geärgert. diese dummheit. diese geilheit. man sollte nicht sehen wollen, wie andere menschen verbrennen. und dies war eigentlich mehr oder weniger klar, dass dies sein könnte. und wenn ich dann sehe, welche kommentare bei youtube geschrieben werden... gestern in mainz hat mich zu einem zeitpunkt die professionalität verlassen. die leute haben sehr viele flaschen einfach zertreten oder auf dem boden aufgeschlagen. als wieder mal einer und dann auch noch direkt neben mir flaschen gegen eine hauswand trat war es klar dass ich ihm etwas sagte. das dumme für mich war, dass ich meinen satz mit idiot schloss. ich war sehr von mir überrascht, da dies noch nie in meinem beruf über die lippen kam. ich war so sauer auf diese unnötige zerstörung, insbesondere da sich schon viele menschen, die auf der glitschigen straße ausgerutscht waren, oder eben rotzevoll waren, an schreben, zum teil, böse geschnitten hatten. ... wenn ich die person noch einmal getroffen hätte, ich hätte mich entschuldigt.
auch, als ich mit kollegen sprach, die nicht am sonntag dabei waren, mir stieg die wut und die tränen der gerührtheit hinter die augen. ich hatte auch das gefühl, dass sich meine stimme veränderte. es hat mich aber niemand darauf angesprochen. vielleicht hat es auch keiner gemerkt?
ansonsten gibt es nichts neues zu berichten. nur langweiliger polizeikram.
oh doch!
the busters im substage. es war eines der besten konzerte seit jahren. nein! es war das beste konzert seit jahren. die musikauswahl hat gestimmt und das publikum auch. passagen, in denen nur das publikum sang... wahnsinn.
und was fast noch besser ist. dort sah ich in den ankündigungen, dass hot water msuic im mai spielen. ein traum geht in erfüllung. ;) ich habe mir natürlich gleich einmal freigenommen.