25.06.08

DAS HAUS TAG 1

nein, ich habe mich nicht dazu hinab-/herabgelassen (notiz an mich selbst für ein bessere deutsch: gibt es da einen unterschied?) und bin in den big brother container eingezogen. meine wenigkeit hütet für einige wochen ein haus, zu welchem ich eine ganz besondere beziehung habe. ähnlich emotional übrigens, wie zu einem anderen haus in dudenhofen.

angekommen bin ich jedoch nicht bereits am montag, sondern erst am dienstag gegen 05:45 uhr, da ich mich von einem kollegen habe fahren lassen, welcher eine nachtschicht in ludwigshafen hatte.

mein eigenes lebt in agonie und wird den schrottplatz in bälde besuchen müssen. es mag leider nicht mehr so, was ich schade finde. angefangen hat der rapide leistungsabfall, als ich den schlüssel für dieses haus erhalten hatte. der start verlief ungewöhnlich schlechter und holpriger als sonst und leider hat sich dies auch nicht mehr geändert.

dafür fahre ich nun mit dem öpnv und teste diverse räder der marke cube und ghost. dieses projekt würde ich gerne bis zum wochenende abgeschlossen haben.

aber zurück zum haus. sowohl mein fahrer, als auch ich waren sehr schlaftrunken, als wir in der stadt ankamen. wir hielten noch beim bäcker und ich sagte: "endlich wieder zu hause in meiner stadt" wenn nicht mit diesen worten, dann wenigestens mit absolut diesem inhalt.

und dann hat christian mich vor der tür abgesetzt. wie oft stand ich schon vor dieser tür? und wie oft stand ich am fenster ein stock tiefer? irrwitzig, wie viele erinnerungen ich an dieses haus habe. kabaverbot und dergleichen. aber zurück zur nahen vergangenheit.

briefkasten leeren und trotz niederwerfender müdigkeit noch die aktuelle rheinpfalz durchgelesen. dabei habe ich einen artikel gelesen, über eine materie, die ich während meines studiums in verkehrsrecht erwähnt habe. zwei teilstücke der b9, besser gesagt die dortige geschwindigkeitsbegrenzung, sind rechtswidrig. den zeitungsartikel hätte ich schreiben können. ;)

dann habe ich mir im keller ein bett zu recht gemacht und bin eingeschlafen. als ich wieder aufgewacht bin hat mich ein ungeheuer mit acht beinen, sechs augen und am ganzen körper behaart im bad begrüsst. ich habe es dann vorgezogen ein stockwerk nach oben zu gehen. ich hoffe, dass dieses ungetüm nicht den raum gewechselt hat.

den nachmittag habe ich dann wieder in ludwigshafen verbracht. es galt die von benjamin gekauften möbel in seine wohnung zu bringen, inklusive einer irrfahrt über die autobahnen und straßen in und um mannheim herum. dafür gab es dann am abend pommes und wurstsalat.

und dann zurück ins haus. es ist schon ein komisches gefühl. nicht nur die größe des hauses, welches ich gerade, einmal abgesehen von der spinne, alleine bewohne. doch ist diese stille nicht wirklich erdrückend oder beängstigend. ganz im gegenteil. es ist sehr friedlich und eigentlich auch ein wenig schön. es erinnert mich gerade ein wenig an den hahn, wenn ich am wochenende dort alleine war. die größe des raumes vergrößert dann eigentlich nur die mächtigkeit der stille.

ein weiteres gefühl ist die scheu. irgendwie lebt in diesem haus ja eigentlich jemand anderes und diese beleben dieses haus ja auch durch ihr wirken und leben. es ist schon seltsam in die meisten zimmer zu schauen, um einen überblick darüber zu haben, wo ich meinen nicht vorhandenen grünen daumen walten lassen muss. es fühlt sich eher wie ein eindringen an. abgesehen von den beiden unteren etagen.

einen plan für die zukunft habe ich auch bereits gefasst. ich muss am mittwoch mein stromkabel für meinen laptop unbedingt aus der bepo mitbringen und schauen ob ich diesen unkompliziert an dieses netzwerk anschließen kann. nichts für ungut! ;) aber ich habe die halbe süddeutsche gelesen, bis der laptop hier sich bequemte den internetexplorer zu öffnen. dafür dann aber, oh freude, war paddy gleichzeitig im internet und nach kurzem unterhalten haben wir uns gegenseitig musiktitel um die ohren geworfen. ich schätze, dass wir die nachthindurch zu teilen gemeinsam musik gehört haben, über hunderte kilometer hinweg.

doch zuvor habe ich noch den garten gegossen. dabei gingen mir zwei dinge durch den kopf: a) keinen respekt für menschen, die fremde gärten nichts respektieren. als ich fertig war war meine linke hosentasche voller aufgesammeltem müll. b) es hat schon etwas für sich, auch olfaktorisch. aber zu 50% würde ich, hätte ich so einen garten, ganz schnell kinder zeugen, denen ich dann die arbeit des berieselns überantworten könnte. ;)

und nun harre ich der zeit, bis die nachbarn die kollegen rufen, da jemand fremdes ins haus eingebrochen ist. ;)

Posted by Norbert at 25.06.08 03:08
Comments

Die Wolfsspinnen-Freunde nehmen bald ein anderes Quartier, wenn man sich dort breit macht. Einmal aufgewacht mit handtellergroßer Spinne auf Kopfhöhe an der Wand. Nur deswegen nachtaktiv geworden.. :D

Und ja, über Kilometer hinweg Musikbattle. Mehr!

Posted by: patrick at 26.06.08 03:15

;) dann muss ich mir mal noch neue musikstücke ausdenken.
ich versuche mich mit der/den spinnen zu arrangieren. sie dürfen alle insekten in den vier wänden fressen und dafür lassen sie mich dann in ruhe. mal schauen, ob es funktioniert.

Posted by: norbert at 26.06.08 17:15
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