19.02.08

BERLIN, DU BIST SO WUNDERBAR - TAG 1

danke tom! sein tschiboticket ermöglichte mir eine preisgünstige und bequeme fahrt nach berlin im ice. es gab nur ungefähr zwei stunden, die weniger gut waren. ich saß in einem sechserabteil und irgendwann saén auch sechs personen darin. nunja. für sechs personen ist schon platz, aber leider nicht auch für deren gepäck. so waren diese zwei stunden stickig, warm und eng.
in berlin angekommen fand paddy mich auch ziemlich schnell auf dem bahngleis. wir gingen zu einer rolltreppe und dann war ich erst einmal totalst fasziniert von dem bahnhof. ich befand mich, glaube ich, auf der obersten ebene, und schaute nun in die große halle, die sich vor mir ausbreitete und gleichzeitig sah ich in die tiefe mehrerer ebenen. ich mag solche sachen. ein schöner und imposanter bahnhof. aber genug davon geschwärmt. ...habe ich schon von den unzähligen gläsernen und runden fahrstühlen in diesem bahnhof erzählt?
stephisto wartete bereits vor dem bahnhof in paddys wagen. wir fuhren noch in den rewe, durch das nächtliche berlin, und kauften chips und bier. stephisto wohnt in einer schönen wg, mit einem weiteren schulkollegen zusammen und einer dritten person, die ich bis jetzt noch nicht gesehen habe.
wir schauten die montagsfußballpartie im fernsehen bei bier und gin-tonic. anschließend gab es noch eine kleine runde poker mit stephisto und paul, bei der ich ganze 50 cent gewonnen hatte. es gab bestellpizza und da es hier einen tischfußball gibt natürlich auch die ein oder andere partie tischfußball.
es war bereits spät. stephisto ist auf der couch vor dem fernseher eingeschlafen und so gingen wir alle zu bett. ich deckte ihn noch zu. paddy und ich lagen zusammen im bett und das interessante daran war, dass die höhe des bettes genau mit der unteren kante des fensters abschloss. so erzählten wir noch einige zeit. es waren sehr interessante gespräche. und irgendwann schliefen wir dann auch endlich ein.
m nächsten morgen, als wir alle aufgestanden waren und ich meine digicam, die ich am abend noch neben das bett gestellt hatte, ausgepackt hatte, frühstückten wir gemeinsam bei frischem brot und der aktuellen ausgabe der sz. ich hatte ein frisches brot geholt, beim bäcker genau auf der anderen straßenseite. obwohl davon wiederum, in anderer richtung, gegenüber ein besetztes haus steht und die bäckerei noch bis spät in die nacht bier verkauft, haben mich die leute komisch angeschaut, nur weil ich im schlafanzug und offenen schnürschuhen brot einkaufte. das frühstück habe ich sehr genossen.
paddy und ich haben uns dann am nachmittag auf den weg in die stadt gemacht. auf öffentiche verkehrsmittel hatten wir beide keine so rechte lust. also haben wir alles zu fuß gemacht. wir waren also wandern, mehr oder weniger. ;)
kulturell waren wir an diesem tag lediglich im alten bahnhof und im tacheles. ersteres war bis auf zwei installationen sehr schwach und letzteres war sehr... marktwirtschaftlich. aber die wanderungen, das erzählen und das schauen waren sehr gut, sehr wetvoll. leider sind viele eindrücke und gedanken schon wieder verblasst. naja, so ist das leben. auch wenn es heute sehr feucht war, das wetter, und kalt... es machte nichts aus. es war schön herumzulaufen und die stadt in sich aufzusaugen. und nun, werde ich mir noch ein kindl genehmigen.

Posted by Norbert at 19.02.08 22:10
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