sehr lange geschlafen und ansonsten den tag, mal wieder, vor dem rechner verbracht. gegen abend dann die menschen nach dem abendprogramm befragt. dabei die "neue" platte von patrice gehört. meffle ist wohl eingeschlafen oder hat mich vergessen, den auf den rückruf wartete ich deutlich länger, als verabredet war. d.h., der rückruf kam gar nicht. also musste ich mein schicksal wieder selbet in die hand nehmen. was folgte, war ein netter spieleabend bei jürgen zu hause. da ich ohnehin noch einkaufen musste versorgte ich uns mit berliner kindl waldmeister, süßigkeiten und dazu kaufte ich noch wizzard und die siedler von catan, das würfelspiel.
dabei stellte sich heraus, dass wizzard ein kartenspiel ist, welches ich damals mit der lg2 spielte und welches ich sehr gut fand.
und gut war natürlich auch, dass ich an diesem abend eine partie risiko gewann. ;)
ah... geweckt wurde ich durch einen anruf von jojo. im zuge der daraus erfolgten recherche stieß ich auch auf die nachricht, dass in der notwende/melm ein erweiterter suizid oder ein versuchter dreifachmord und anschließendem suizidversuch stattgefunden hat. zwei tote kinder (4/12), mutter überlebt und der vermeintliche täter, der mann, hat auch überlebt.
ich habe noch einen weiteren mitbewohner entdeckt und ich glaube, dass in ihm ein verstand wohnt. es ist eine fliege. die ersten beiden tagen war sie nur am wohnzimmerfenster gewesen, durch welches man in den garten schaut, wo man das nächste projekt sieht. hier muss ich einwerfen, dass ich die hornbachwerbungen mag, weil sie von projekten sprechen und nicht einfach nur vom umgestalten eines gartens. jedenfalls kam diese fliege mir morgens gegen 04:00 uhr entgegen, als ich gerade aus dem obersten stockwerk kam. dabei flog sie so akkurat die treppe hinauf und um machte einen so perfekten bogen, um dann den flur in einem strich weiterzufliegen, dass sie mehr sein muss, als nur einfach ein fliege. nichts da mit der sonst gewohnten scheinbar chaotischen fortbewegungsmodalitäten.
die spinne hat sich versteckt! und da ich nicht will, dass sie mir beim toilettengang über den rücken krabbelt schaue ich immer mit wachsamen augen, wenn ich das badezimmer betrete. ;)
der arbeitstag war ansonsten recht gemütlich, da befürchtetes ausblieb. aber russland hat das spiel verloren und somit kein aufkommen. außer ein paar minusstunden und vor ort eis und essensbeutel konsumieren gab es keinerlei dinge zu verrichten.
dennoch schwelgte ich in erinnerungen. eine kollegin, die erst seit mai bei uns ist, d.h. fertige kommissarin hat mich angesprochen. wir unterhalten uns ab und an. sie ist ebenfalls schon ein wenig älter und hat vorher studiert und bereits auch gearbeitet. sie wusste also, dass ich in landau studiert hatte. dies erzählte sie an diesem tage einer freundin von ihr, mit der sie schwimmen gegangen war. und sie da, die welt ist klein! dabei handelt es sich nämlich um aurora, also die landauer aurora, für alle verwirrten, natürlich. naja. ;)
und auf der heimfahrt war das radioprogramm erstaunlich gut, für swr3-verhältnisse. und noch besser war, dass der moderator auch mal wieder etwas zu einem lied sagte und mir die recherche erspart blieb. ein lied aus alter zeit, welches ich vergessen hatte, sich aber nach den ersten paar tönen direkt in meinem gehirn manifestierte. dabei handelt es sich um radiohead - creep.
tags darauf besuchte ich für eine runde den geliebten trimm-dich-pfad in dudenhofen. ansonsten gibt es über diesen tag nicht besonders viel zu berichten, denn gemacht habe ich ansonsten nichts. niederkirchen stand zur debatte, aber ich musste feststellen, dass die böhl-iggelheim-jungs alle zu einer wohnungseinweihung geladen waren. naja.
doch eine üble unheimliche geschichte, vorahnungs, deja-vu oder geträumt-sache gibt es dann doch. diese kam gestern über mich. nämlich die situation, dass ich am laptop sitze (habe ich schon geschrieben, dass ich mit meinem eigenen laptop hier hantiere?), spät in der nacht, alles dunkel und dann eindringlinge ins haus kommen. sie überwältigen mich und wollen keine zeugen bei ihrem einbruch hinterlassen. doch sie haben nur ein messer. da ich nicht erstochen werden will und meine waffe dabei habe zeige ich ihnen diese und bitte sie, dass sie mich dann doch lieber erschießen sollen. sehr krass!
nach dem aufstehen habe ich erst einmal die beiden zeitungen gelesen. meine alte liebe hat immer noch bestand: der feuilleton-teil der süddeutschen.
für frühstück war es relativ zu spät, da paddy gemeinsam mit mir so lange im internet gewesen ist. ich habe den tag genutzt um in der badewanne weiterzulesen. dann entschied ich mich dafür noch in schifferstadt laufen zu gehen und demnach früher zur arbeit aufzubrechen. um kurz vor 16:00 uhr war ich da und verwundert über das rege treiben in der unterkunft. wie sich herausstellte hatte ich um 16:00 uhr dienstbeginn und nicht wie gedacht erst um 18:00 uhr. alles richtig gemacht kann ich da nur sagen. ;)
zu meiner überraschung und freude durfte ich wieder gruppenführer sein, da ein kollege erkrankt ist. dies steigert natürlich deutlich meine arbeitszufriedenheit. ich mag verantwortung übernehmen und konnte bis jetzt dem auch gerecht werden. dies war erst das zweite mal, glaube ich. eigentlich dürfte ich hier nicht "erst" schreiben, da es eigentlich eine seltenheit ist, dass dies überhaupt jemand von uns macht. schließlich ist dies eine position, die für pok's ausgeschrieben ist. jedenfalls habe ich mich sehr darüber gefreut und ich wachse dadurch auch, sammle erfahrungen und dies kann nicht mein nachteil sein.
wir waren gestern beim public viewing in kaiserslautern eingesetzt gewesen. wir hatten einiges zu tun und so habe ich das spiel nur am rande überhaupt wahrgenommen. es wurde kurzzeitig auch richtig hektisch, aber es hat alles funktioniert. ich hatte bisher den festnahmerucksack noch nie benutzen können / müssen, doch gestern hatte ich ihn etliche male in der hand. nicht wegen etwaiger festnahme (nicht nur), sondern die formulare eignen sich auch sonst für den ersten angriff bei strafanzeigen.
neidig kann man auf meffle sein, da er das spiel live sehen konnte. sicherlich ein unwiederbringlicher moment.
was das haus betrifft: wann werde ich nicht mehr mit dem kopf gegen das windspiel stoßen? diese frage stelle ich mir seit zwei tagen ununterbrochen.
nein, ich habe mich nicht dazu hinab-/herabgelassen (notiz an mich selbst für ein bessere deutsch: gibt es da einen unterschied?) und bin in den big brother container eingezogen. meine wenigkeit hütet für einige wochen ein haus, zu welchem ich eine ganz besondere beziehung habe. ähnlich emotional übrigens, wie zu einem anderen haus in dudenhofen.
angekommen bin ich jedoch nicht bereits am montag, sondern erst am dienstag gegen 05:45 uhr, da ich mich von einem kollegen habe fahren lassen, welcher eine nachtschicht in ludwigshafen hatte.
mein eigenes lebt in agonie und wird den schrottplatz in bälde besuchen müssen. es mag leider nicht mehr so, was ich schade finde. angefangen hat der rapide leistungsabfall, als ich den schlüssel für dieses haus erhalten hatte. der start verlief ungewöhnlich schlechter und holpriger als sonst und leider hat sich dies auch nicht mehr geändert.
dafür fahre ich nun mit dem öpnv und teste diverse räder der marke cube und ghost. dieses projekt würde ich gerne bis zum wochenende abgeschlossen haben.
aber zurück zum haus. sowohl mein fahrer, als auch ich waren sehr schlaftrunken, als wir in der stadt ankamen. wir hielten noch beim bäcker und ich sagte: "endlich wieder zu hause in meiner stadt" wenn nicht mit diesen worten, dann wenigestens mit absolut diesem inhalt.
und dann hat christian mich vor der tür abgesetzt. wie oft stand ich schon vor dieser tür? und wie oft stand ich am fenster ein stock tiefer? irrwitzig, wie viele erinnerungen ich an dieses haus habe. kabaverbot und dergleichen. aber zurück zur nahen vergangenheit.
briefkasten leeren und trotz niederwerfender müdigkeit noch die aktuelle rheinpfalz durchgelesen. dabei habe ich einen artikel gelesen, über eine materie, die ich während meines studiums in verkehrsrecht erwähnt habe. zwei teilstücke der b9, besser gesagt die dortige geschwindigkeitsbegrenzung, sind rechtswidrig. den zeitungsartikel hätte ich schreiben können. ;)
dann habe ich mir im keller ein bett zu recht gemacht und bin eingeschlafen. als ich wieder aufgewacht bin hat mich ein ungeheuer mit acht beinen, sechs augen und am ganzen körper behaart im bad begrüsst. ich habe es dann vorgezogen ein stockwerk nach oben zu gehen. ich hoffe, dass dieses ungetüm nicht den raum gewechselt hat.
den nachmittag habe ich dann wieder in ludwigshafen verbracht. es galt die von benjamin gekauften möbel in seine wohnung zu bringen, inklusive einer irrfahrt über die autobahnen und straßen in und um mannheim herum. dafür gab es dann am abend pommes und wurstsalat.
und dann zurück ins haus. es ist schon ein komisches gefühl. nicht nur die größe des hauses, welches ich gerade, einmal abgesehen von der spinne, alleine bewohne. doch ist diese stille nicht wirklich erdrückend oder beängstigend. ganz im gegenteil. es ist sehr friedlich und eigentlich auch ein wenig schön. es erinnert mich gerade ein wenig an den hahn, wenn ich am wochenende dort alleine war. die größe des raumes vergrößert dann eigentlich nur die mächtigkeit der stille.
ein weiteres gefühl ist die scheu. irgendwie lebt in diesem haus ja eigentlich jemand anderes und diese beleben dieses haus ja auch durch ihr wirken und leben. es ist schon seltsam in die meisten zimmer zu schauen, um einen überblick darüber zu haben, wo ich meinen nicht vorhandenen grünen daumen walten lassen muss. es fühlt sich eher wie ein eindringen an. abgesehen von den beiden unteren etagen.
einen plan für die zukunft habe ich auch bereits gefasst. ich muss am mittwoch mein stromkabel für meinen laptop unbedingt aus der bepo mitbringen und schauen ob ich diesen unkompliziert an dieses netzwerk anschließen kann. nichts für ungut! ;) aber ich habe die halbe süddeutsche gelesen, bis der laptop hier sich bequemte den internetexplorer zu öffnen. dafür dann aber, oh freude, war paddy gleichzeitig im internet und nach kurzem unterhalten haben wir uns gegenseitig musiktitel um die ohren geworfen. ich schätze, dass wir die nachthindurch zu teilen gemeinsam musik gehört haben, über hunderte kilometer hinweg.
doch zuvor habe ich noch den garten gegossen. dabei gingen mir zwei dinge durch den kopf: a) keinen respekt für menschen, die fremde gärten nichts respektieren. als ich fertig war war meine linke hosentasche voller aufgesammeltem müll. b) es hat schon etwas für sich, auch olfaktorisch. aber zu 50% würde ich, hätte ich so einen garten, ganz schnell kinder zeugen, denen ich dann die arbeit des berieselns überantworten könnte. ;)
und nun harre ich der zeit, bis die nachbarn die kollegen rufen, da jemand fremdes ins haus eingebrochen ist. ;)